HOLLYWORLD-NEWS | HOLLYWORLD-STORY | HOLLYWORLD-PICS | PROFIL | GÄSTEBUCH | LINKS | KONTAKT | HOME
 
BALLROOM BONES

Rico de Silva - voc.
Horst Frank - git. voc.
Markus Schiegl - git. voc.
Stevie Schneider - dr.
Holly Schulten - b.

Ein heisser Sommertag war Anlass, mit ein paar Freunden ein Biker-Open-Air zu besuchen.
Einige Bierchen hatten schon das Glas Richtung Kehle verlassen, da ging eine Band auf die Bühne, die mit einer Power und Energie loslegte, wie ich sie vorher noch nicht gesehen geschweige denn gehört hatte.
Der Sänger und Bassist ein Tier von einem Kerl, Marke Schrank, mit fetter Sonnenbrille auf der Nase und Stahlbändern an den Handgelenken, dazu zwei Gitarristen und ein Drummer, die einen Soundteppich legten, der mich schlicht wegdrückte. Coole Jungs, die nichts erschüttern konnte. Als dann das erste Gitarrensolo losbrach, war´s um mich geschehen. Was der Typ auf seiner Les Paul zauberte, war der blanke Wahnsinn. Nach dem Konzert kamen wir in´s Gespräch. Rico wollte zukünftig nur noch singen und wir vereinbarten einen Probetermin, denn ich hatte mich förmlich aufgedrängt. Nach der ersten Probe war klar, dass da ein Highlight des Rock´n´Blues entstand. Diese Band war Party pur, wir rockten die Häuser, mischten Bikerfeste auf und jeder Gig war ein Festival der guten Laune, es groovte wie die Hölle und die Zuschauer fuhren völlig auf uns ab. Gelegentliche Spannungen innerhalb der Band waren diesem Zustand eher zuträglich, weil wir on stage alles rausliessen.
Ein unvergessliches Erlebnis bleibt unser Gig im "Logo" in Hamburg. Anfahrt aus München, Auftritt, Heimfahrt nach München ("wenn ma hoamfahr´n, trink´ma nix" - haha!!) am Stück und dem legendären Ausspruch von Horst, der, nach dem Weg fragend, einen Radfahrer mit den Worten "Hey Preiss, geh´amoi her da" herbei zitierte. Worauf hin uns der völlig verdutzte Mann mit dem Rad bis zum Club voraus fuhr...



Wir beschlossen, ein Live-Album zu produzieren und so gelangte ich zu meinem ersten Job als Produzent. Ahnend, wie viel Arbeit auf mich zukommen würde, holte ich mir Michael Mülller ins Boot. Eine wahrhaft gute Entscheidung, denn er setzte unseren Sound beim Mix 1:1 um. Wenn eine CD "live" klingt, dann ist es "Kick ass" !! Während der dazugehörigen Fotosession entstand eines der treffendsten Bilder, das jemals von mir gemacht wurde. Fotograf war - mein Webmaster Karl Bichlmeir, der an Vielseitigkeit nicht zu überbieten ist.
Es folgten Tourneen mit Dr. Feelgood und Dan Baird, dem Sänger der Georgia Satellites, einem der nettesten Typen, die ich je kennengelernt habe. Irgendwann lernte Stevie die Dame seines Herzens kennen und beschloss, eine Familie zu gründen - was mit seinem Ausstieg einher ging. Für ihn kam Zamp Jomrich, der "four on the floor" so wörtlich nimmt, dass dir auf der Bühne die Beinkleider davon fliegen - the "Groovemaster"! Er liess sich auch nicht lumpen, beim letzten Song schon mal das Drumset über die gesamte Bühne zu verteilen - was ihm diverse Rechnungen für demolierte Mikrofone einbrachte. Aber so ist er halt - the animal
Ein privates Fest machte der Band den garaus - nur soviel: es ging mal wieder um Mädels...
Dumm gelaufen. Die Bones waren gegessen.
Keiner hätte gedacht, dass wir 12 Jahre später noch einmal gemeinsam auf der Bühne stehen würden. Trauriger Anlass hierfür war der Tod von Horst Frank. Einen Nachruf und eine Review des In Memoriam-Konzertes findet ihr auf der Rock in Peace-Seite.
Mein Faible für die Gitarrenkünste von Markus hat sich bis heute gehalten. Soviel Seele in den Fingern findet man sehr selten - und ich bin froh, dass er mir erhalten geblieben ist...

Horst, Holly, Rico...
 
BALLROOM BONES - ROCK CITY OVERLOAD
2,5 Mb, benötigt Flash

 
© 2008 hollyworld-music.de