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SHULK

René van Elk - voc. keyb.
Gary Feretti - voc.
Dan Shulk - git. voc.
Alex Lee Taté - git. voc.
Shanto - git. voc.
Eddy Winter - dr.
Holly Schulten - b.

Ich komme nun zum "vorerst" letzten Kapitel der Hollyworld-Story….
Auf Europas grösster Partymeile, dem Kunstpark Ost in München, gibt es einen Rock-Club, der sich "Garage de Luxe" nennt und dessen Inhaber ein alter Freund von mit ist. Dort hänge ich ab und zu ab, um Kollegen zu treffen oder einfach mal gepflegt einen zu trinken.
Aus vermutlich den selben Gründen begegnete ich dort einem Gitarristen, den ich während einer Audition von Lovetrick kennen gelernt hatte: Dan Shulk.
Wir kamen ins Reden über alte Zeiten und neue Projekte. In einem Nebensatz liess er fallen, dass er auf der Suche nach einem Bassisten für seine Band sei. Da auch ich gerade mal wieder verfügbar war, sah ich mich zwei Stunden und ein paar Drinks später als neues Mitglied von Shulk. Shulk war eine reine Coverband und die Setliste offenbarte mir die ganze Palette der Rock-Klassiker, auf die ich auch stand. Und mit Eddy hatte ich wieder einen Drummer, der nicht nur groovte wie die Hölle, sondern mit dem es auch "menschelte".
Was für Mother Bone das Podium war, wurde für Shulk das Dub, ein Irish Pub in Giesing, ohne Sperrzeit und mit Livebühne. Oft spielten wir unseren letzten Set gegen drei Uhr morgens, ohne dass sich jemals ein Nachbar beschwert hätte. Berüchtigt war die Band für ihre
Interpretation von AC/DC-Songs. Grössten Anteil daran hatte René, der wirklich klingt wie Brian Johnson. Der Mann ist sowieso ein Stimmwunder und deshalb nicht von ungefähr der Karaoke-König von München. So manch eingefleischter AC/DC-Fan bekam feuchte Augen und weiche Knie, wenn René loslegte. Auch der Rest der Band schaffte sich so richtig in die Materie hinein und so fehlten uns letztlich nur die Kanonen, um eine perfekte Show abzuliefern. Über die befreundete Band Overdose wurde jemand auf uns aufmerksam, der in den Gründertagen von AC/DC deren Leadsänger gewesen war: Mr. Dave Evans, der "Thunder from Down Under". Er suchte eine Band für seine anstehende Tournee, was uns die Möglichkeit eröffnete, gleichzeitig Support für ihn zu machen und so die eigene Band zu featuren. Wir vereinbarten einen Probetermin.



Zu Beginn dieser Probe fühlte sich Dave erst mal bemüssigt, uns ein Referat über Sinn und Ausführung von Rock´n´Roll aus seiner Sichtweise zu halten. Was in solchen Sprüchen wie "Rock´n´Roll has to be violent" oder "only Australien guys can play real Rock´n´Roll" gipfelte. Ok, wir haben es verinnerlicht und ich muss ehrlich gestehen, dass ich selten auf einer Probe schon nach dem zweiten Song mit völlig durchgeschwitzten Klamotten, triefend nassen Haaren und nach Luft schnappend auf den ersten greifbaren Stuhl sank. Wir hatten viel Spass auf Tour, Dave trieb uns jedes Mal wieder zu Höchstleistungen an. Zu der Zeit hatten René und Alex die Band bereits verlassen, da die Diskussion über ein Programm mit eigenen Titeln eingesetzt hatte und die Beiden beim covern bleiben wollten. Mit Gary und Shanto entstanden neue Songs, es kristallisierten sich schnell Favoriten heraus und die nahmen wir im Skystudio mit Bobby Altvater am Pult auf. Dan und Eddy hatten einen guten Draht zu Pro7/SAT 1 und fanden dort einige coole Jungs, die mit uns einen Videoclip produzierten - alles auf "low budget"-Level, mit viel Eigeninitiative und toller Hilfe vieler treuer Freunde und Fans. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal für das Video zu "Paranoia" der Regisseur Peter Kocyla und sein Team gewonnen werden konnten.
Ich merkte jedoch,dass die Zeiten von düsteren Proberäumen und ewigem "Hinterherhecheln" nach irgendwelchen Deals bei mir dem Ende entgegen gingen, zumal ich aufgrund dessen gerade die Liebe meines Lebens verloren hatte. Da beginnst du schon mal, nachzudenken…
Was ich tat und was meinen Ausstieg bei Shulk zur Folge hatte, auch wenn es schwer fiel.

Und so beschliesse ich dieses Kapitel und übergebe euch wieder der Realität - meiner Realität, die da heisst: T.Turner Band und Brunorock. Das sind meine aktuellen Babies und ich hoffe, euch mal bei einem unserer Konzerte persönlich zu treffen oder kennenzulernen.
Ich hoffe, es hat euch ein bisschen Spass gemacht, mit mir in alten Zeiten zu stöbern und so manche vergessene Anekdote auszugraben
Abschliessend möchte ich mich noch mal bei dem Menschen bedanken, der in mir diesen Denkprozess ausgelöst hat und ohne den vieles von dem, was ich jetzt mache, nicht möglich gewesen wäre. Danke, Yvonne - you´re always with me!!

SHULK
 
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